Haben Sie geschlafen

Am nächsten Morgen an der Rezeption wurde dem No die Frage gestellt:
Haben Sie geschlafen?
-Ich weiß nicht, sagte der No und ging seinen Worten nach.

Da stand ein Fahrstuhl. Der Fahrstuhl war gläsern und wackelig. Da war ein Mann, in dem Fahrstuhl, und er drückte die Tasten. Da fuhr der Fahrstuhl nicht an. Da schlug der Mann auf die Tasten ein. Der Fahrstuhl bewegte sich, das glaubte der Mann, er kannte nur seine Willkür. Mit einer ihm ziellosen Notwendigkeit waren seine Aktionen von einer nervösen Eile durchdrungen. Da trat er unnötig während Fahrt gegen die Tür des Fahrstuhls, da zog er die Glastür, als der Fahrstuhl anhielt, demonstrativ auseinander, dabei öffnete sie sich nur von allein. Der Mann rannte in den Flur, in ein Zimmer hinein. Da wurde ihm sein In-der-Welt-sein, sein Dasein, dass an keiner Person gebunden war, enthauptet. Da war ein Kind von einer Krankheit, da war es sein Kind, als er es knackend umarmte und es aufschrie. Da war etwas gebrochen. Da weinten beide und der Mann dachte: Das Mädchen wurde mir lange Zeit ferngehalten. Da öffnete der Mann seine Hand, darin lagen durchsichtige Kapseln. Da lechzte das Kind danach. Da wurde das Kind noch stärker seins. Da gab der Mann dem Kind alles und wusste weder wogegen noch wofür. Da lachte es laut ihn aus und starb. Da bröckelte dem Leichnam die Haut von seinem Körper. Und da, sieh! Jetzt fällt dem der Kopf schon ab, wie eine Puppe.

Als er sich an den Traum, dabei war der No fest im Glauben, er habe die Nacht wach gelegen, erinnerte, bemerkte er mit Schrecken, er hatte geschlafen. Da sagte er, er müsse schnell weg, weg in eine andere Stadt, und rief ein Taxi.

8.10.07 15:57

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